Hrsg. von Stefan Jordan und Christian Nimtz
Philipp Reclam jun. Verlag Stuttgart, 2009, ISBN 978-3-25-010711-9, 334 S., Hardcover
gebunden mit Schutzumschlag, Format 15,7 x 10 cm, 14,90 (D) / 15,40 (A) / SFR 27,50
Die Herausgeber leiten ihren Band mit der Redewendung ein, dass es in der Philosophie kein
Nichtschwimmerbecken gibt. Den daraus resultierenden Verständigungsschwierigkeiten kann nur
begegnen, wer sich auf die oft im Gewand alltäglicher Sprache daherkommenden theoretisch
aufgeladenen fachphilosophischen Bedeutungsspektren philosophischer Begriffe einlässt. „An
dieser Stelle soll das ‚Lexikon Philosophie‘ den Interessenten als hilfreiches Nachschlagewerk
dienen und verlässlich, klar und prägnant – aber umfassender als ein reines Wörterbuch – über
hundert zentrale philosophische Begriffe informieren… Die unserem ‚Lexikon Philosophie‘
zugrunde liegende Liste von Begriffen entstand durch die Auswertung der Stichwortlisten
wichtiger Nachschlagwerke sowie einschlägiger Fachdiskussionen“ (Stefan Jordan / Christian
Nimtz). Das Stichwortregister reicht von „Altruismus / Egoismus“ über „Ästhetik“, „Dialektik“,
„Fiktion“ und „Gott“ bis hin zu „Substanz / Akzidenz“, „Tod“, „Welt“, „Werte“, „Wissenschaft“
und „Zahl“. Zu den Autoren gehören renommierte Vertreter ihres Faches wie Friedrich Wilhelm
Graf, Thomas Macho, Wilhelm Vossenkuhl und Bernhard Waldenfels. Friedo Ricken entwickelt
seine Darstellung des philosophischen Begriffs des Glücks unter anderem von der
Nikomachischen Ethik von Aristoteles, von John Stuart Mill und von Immanuel Kants Kritik der
praktischen Vernunft und seiner Grundlegung zur Metaphysik der Sitten her. Die jüngst von dem
Mediziner und Neurowissenschaftler Tobias Esch vorgelegte Studie zu den neurobiologischen
Grundlagen des Glücks konnte in die Bearbeitung dieses Artikels noch nicht einfließen. Vielleicht
können die dort vorgetragenen Einsichten in einer Neuauflage des Lexikons ergänzt werden.

(ham)

Download: Lexikon der Philosophie  – Hundert Grundbegriffe

 

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