Publikation zur gleichnamigen Ausstellung vom 26.01. – 28.04.2013 im Aargauer Kunsthaus, Aarau,
hrsg. von Thomas Schmutz und Peter Suter mit einem Vorwort von Madeleine Schuppli, einem Text
der Herausgeber und einem Gespräch zwischen Hans Ulrich Reck und Peter Suter
Aargauer Kunsthaus, Aarau/Verlag Scheidegger & Spiess Zürich, 2013, ISBN 978-3-85881-376-3,
280 S., über 300 Farbabbildungen, Leinen gebunden mit Schutzumschlag, Format 32,5 x 24 cm, SFR
69,–
Die von Thomas Schmutz und Peter Suter erarbeitete Ausstellung und der sie begleitende groß
angelegte Katalog dokumentieren die Vielfalt der Schweizer Malerei zwischen 1850 und 1950. Der
Schwerpunkt liegt auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Herausforderung der Ausstellung
liegt in der gemeinsamen Präsentation von Bildern aus der privaten Sammlung von Peter Suter und
Bildern aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses. „Die Zusammenführung von Werken aus einer
kunsthistorisch konzipierten, öffentlichen Museumssammlung und einer künstlerisch motivierten
Privatsammlung lässt eine neue, unerwartete Übersicht zu, die außergewöhnliche Eindrücke und
Begegnungen ermöglicht. Das Zurücktreten der Meisterwerke und das Hervortreten vergessener,
verlorener oder verkannter Werke ergänzt und belebt eine Wahrnehmung des Schweizerischen
Kunstschaffens, die Gefahr läuft, sich zunehmend einengend auf wenige etablierte Werte zu
konzentrieren“ (Madeleine Schuppli). Die Werke werden in der Ausstellung gleichberechtigt gezeigt.
Die so gefügte Nachbarschaft „will nicht über unbestrittene in der Kunst bestehende Hierarchien
hinwegtäuschen, wendet jedoch ihr Augenmerk auf die oft unerwartete und bereichernde Vielfalt in
der Bilderlandschaft. Ohne sie wären auch die Meisterwerke unglücklich isoliert… Intention der
Zusammenstellung ist es, ein lebendiges Nebeneinander von Bildern zu präsentieren, verbunden mit
der Fantasie, es gäbe eine Kommunikation zwischen ihnen, in die wir uns vermittelnd einbringen. In
der Gemeinschaft der Bilder schärft sich erst recht unser Sinn für Individuelles…Im Buch sind
einzelnen Werken Bildbetrachtungen zur Seite gestellt. Sie berichten von Begegnungen in dieser
Nachbarschaft“ (Thomas Schmutz, Peter Suter). Zu den Herausforderungen der Ausstellung gehört
unter anderem der Vergleich zwischen den Berglandschaften von Paul Wyss, 1935, Hans
Emmenegger, 1924, Alice Liechtin, 1922 und Ferdinand Hodler, 1910. Und der Vergleich des Hunds
von Miriam Cahn (1998) und der Schafe von Rudolf Johann Koller (1858).
(ham)

Download  Stille Reserven – Schweizer Malerei 1850 – 1950

 

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