Manuel van der Veen betreibt künstlerische Forschung im Feld der digitalen Bild- und Warenzirkulation. Taugt das handliche Format der Smartphones, um Kunst zu betrachten? Lassen sich die analogen Dinge noch von ihrem öffentlichen Bild (Paul Virilio) unterscheiden? Wie verändert sich Kunst, wenn sie ihre digitale Repräsentation bereits in die Produktion aufnimmt? Um diese Fragen zu untersuchen, nutzt van der Veen das Relief bekannter Produktformate, um diese über abstrakte Farbflächen und kunsthistorische Kürzel anzueignen. Zwischen 2D und 3D, zwischen Bild und materiellem Objekt, Kunst und Alltag, zwischen digital und analog arbeiten diese Werke an konfliktreichen Schnittstellen. Seine Serien, wie die flatbags, paintsacks und airdrawings wollen nicht nur selbst schmunzelnd zur Marke werden, sondern verschieben über verschiedenste Inszenierungstechniken beständig ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Den Bildertransport untersucht van der Veen dafür ganz buchstäblich und platziert seine Werke an öffentlichen Plätzen – auch provokativ dort, wo sich das Kunstwerk im spielerischen Alltag zu verflüchtigen droht.
Seine Ausstellung „Trabare Träger“ greift die Besonderheit der Nordheimer Scheune auf, sowohl Wohnort und Ausstellungsraum zu sein und untersucht die unterschiedlichen Wirkungen seiner Arbeiten im Wohn- und im Ausstellungsraum.

 

 

 

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