Herausgegeben von Andreas C. H. Schell mit einen Vorwort des Herausgebers und Texten unter anderem von Peter Spiegel , Lutz Stehl und 20 Freunden
modo Verlag Freiburg i. Br. , 2015, ISBN 978-3 86833-174-5, 71 Seiten, 23 Bildtafeln der Radierungen, 20 schwarz – weiße Faksimiles der zumeist handschriftlichen Hommagen von Freunden, 5 schwarz-weiße Fotografien von Franz Bernhard bei der Arbeit an Kupferplatten, Hardcover, Glanzleinen gebunden, Format 21,5 × 20,5 cm, € 32,00
Franz Bernhard
Grafik + Texte
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 26. April bis 24. Mai 2015 im Zehnthaus Jockgrim mit Texten unter anderem von Peter Gängel und Weggefährten von Franz Bernhard
Herausgegeben von Kuratorium für Kunst-und Denkmalpflege Jockgrim e.V. – Zehnthaus, Jockgrim 2015, 38 Seiten, schwarz – weiß – und Farbabbildungen von Franz Bernhard im Juli 2010 in seinem Atelier in Jockgrim, 4 Großzeichnungen, 4 Radierungen und 20 Faksimiles, Broschur mit Rückstichheftung, Format 20,9 × 14,5 cm, € 3.00
Franz Bernhard hat schon in seiner Studienzeit und auch noch 2006 radiert. So sind in über 50 Jahren in immer wieder unterbrochenen Produktionsschüben 143 Radierungen in kleinen Auflagen von zumeist 20 oder 25 Exemplaren entstanden. Das jetzt vorgelegte Werkverzeichnis der Radierungen Band 2 dokumentiert die von 1999 bis 2006 entstandenen Blätter und knüpft an den 1996 in der Edition Rothe entstandenen Band 1 des Werkverzeichnisses der Radierungen 1966 bis 1992 an.
Auch wenn die Radierungen im Werk von Franz Bernhard die kleinste Werkgruppe bilden, waren sie für ihn von Gewicht, weil ihm die beim Radieren gesammelte Erfahrung bei der Entwicklung seiner Zeichnungen zugute kam. „Sie führten zur Idee, auch Zeichenpapier als angreifbares Material, als Arbeitsmaterial zu sehen, es zu verletzen, zu ritzen, zu reißen, zu überschleifen … So eröffneten sich mir über die Radierung neue Wege des Zeichnens bis hin zur Collage.“ (Franz Bernhard). „Als Bildhauer reizte ihn der skulpturale Umgang mit der Druckplatte, die durch die Bearbeitung“ reliefartige Züge annahm, „was sich wiederum durch den Druck auf das Papier übertrug“ (Andreas C.H. Schell). Für Britta E. Buhlmann ist Bernhard in den Radierungen auf der Höhe seiner technischen Möglichkeiten angelangt, in denen er auf den Kupferblechen Kaltnadel mit Aquatinta oder Ätzung kombiniert. In diesen Blättern erscheinen seine anthropomorphen Zeichen hoch ausdifferenziert; sie nehmen malerische Züge an und wirken plastisch wie die Zeichnungen. Die dem Werkverzeichnis beigegeben faksimilierten Hommagen von 20 Wegbegleitern und Freunden erinnern an die Person und das Werk des am 28. Mai 2013 im Alter von 79 Jahren Verstorbenen. Die zur Gedächtnisausstellung im Zehnthaus erschienene Broschüre erinnert an die Genese dieser Ausstellung, zitiert die Laudatio von Peter Gängel zum Franz Bernhard 2014 posthum verliehenen Pfalzpreis für sein Lebenswerk, stellt den farbig wiedergegeben Faksimiles drei Grosszeichnungen und vier Radierungen gegenüber und zeigt im Frontispiz den Künstler bei seiner Arbeit im Atelier.

ham. 28. 4. 2025

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