Mai 22

André Butzer

Von Helmut A. Müller | In Künstlerbuch

Lose Blatt – Edition zur gleichnamigen Ausstellung vom 22. April – 1. Juli 2016 in der Neuen Galerie
Gladbeck

Neue Galerie Gladbeck 2016, 6 Seiten im Format von 41,8 x 29,7 cm (die lose ineinander gelegten drei
Doppelseiten im Format 41,8 x 59, 4 cm sind auf das Format 41,8 x 29,7 cm gefaltet) mit 10 Farbfotografien
von Steffen Krüger und Christian Malycha von der Ausstellungssituation
Der Pressetext zur Butzer-Ausstellung in der Neuen Galerie Gladbeck (vgl. dazu http://www.neue-galeriegladbeck.
de/?page_id=50) schreibt die gängig gewordene Berichterstattung über die Bilder aus Butzers 2010
begonnener N-Serie mehr oder weniger ungebrochen fort: „Die neuen Arbeiten André Butzers behandeln
auch in dieser Ausstellung eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Sich-Verhalten
bildnerischer Mittel. Die seit 2010 entstehenden „N-Bilder“ sind hierbei bezeichnend. Jedes dieser
Bilder hat sein charakteristisches Arrangement durch das von Butzer verwendete künstlerische Maß
„N“, bei dem es sich jedoch keineswegs um eine rationale Größe handelt. „N“ verweist auf den von
Butzer geschaffenen Neologismus „NASAHEIM“. Hierbei ist „N“ zu verstehen als
wiederkehrender, schwellenhafter Bild-Ort, der sich als eine Art Wallfahrtsort im Weltraum
bezeichnen lässt und durch seinen Ursprungscharakter besticht. In diesem Jahr werden in der Neuen
Galerie in Gladbeck ganz neue Werke des Künstlers André Butzer erstmals in seiner Ausstellung
dem interessierten Publikum gezeigt“ (vgl. dazu http://www.neue-galerie-gladbeck.de/?
page_id=50).

In den Farbfotografien aus der Ausstellung, die in der Edition abgebildet sind, erlauben es sich die
Fotografen, Butzers großformatige N-Bilder aus den Jahren 2014/15 zusammen mit den Licht- und
Schattenseiten des Ausstellungsraums zu zeigen. Die Kleinformate von 2015 sind zusammen mit
den Lichtspiegelungen der farbigen Glasfenster des Lesesaals der Galerie gezeigt. Dadurch entsteht
eine existentiell aufgeladene Stimmung. Wenn man dann noch liest, dass die Edition André Butzers
am 1.4. 2016 gestorbenen Vater Karl Heinz Butzer gewidmet ist, ist man versucht, auch die
stehenden und liegenden Formen der N-Serie in ihrem möglichen existentiellen Bezug zu lesen: Sie
könnten womöglich deutlicher als bisher angenommen und ausgesprochen auch für die
unterschiedlichen Seiten des menschlichen Lebens stehen, das neben dem täglichen Stehen und
Liegen auch lange Krankheitszeiten und das Sterben kennt.

ham, 22. Mai 2016

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