Mrz 31

Jorge Ribalta, Monumentmaschine

Von Helmut A. Müller | In Kunst

Edition im Zeitungsformat zur gleichnamigen Ausstellung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart vom
20. Februar bis 1. Mai 2016

Württembergischer Kunstverein Stuttgart 2016, ISBN 978-3-930693-32-0,16 Seiten, zahlreiche schwarzweiß-
Abbildungen, Zeitungsformat 57,8 x 41 cm

Die Edition dokumentiert die erweiterte Fassung der gleichnamigen Ausstellung des Centro Guerrero,
Granada und der Fundación Helga de Alvear, Cáceres. Monumentmaschine zeigt eine Auswahl von sechs
Serien, in denen Ribalta die Beziehungen zwischen Dokumentarfotografie, kulturellem Erbe und
Nationalismus untersucht. In den Serien Ungezähmter Laokoon (2010-11), Scrambling (2011) und Imperium
(oder K.D.) (213-14) geht es um Ikonen und Monumente, die, wie der Flamenco, die Alhambra oder Karl V.,
das „Spanische“ schlechthin repräsentieren. In den Serien Renaissance. Szenen des industriellen Wandels im
Bergbaurevier von Nord-Pas-de-Calais (2014), Petit Grand Tour (2007) und Carnac, 1. August 2008
(2008) steht der Wandel von der Schwer- hin zur Freizeit- und Kreativindustrie sowie die touristische
Konstruktion und Vermarktung von Antike und Prähistorie im Vordergrund.

Die umfangreichen Serien mit bis zu 200 analogen Schwarzweißfotografien nehmen eher das
Nebensächliche und Unterschwellige als das Vordergründige und Spektakuläre auf. Monumentmaschine ist
die erste Einzelausstellung des 1963 in Barcelona geborenen spanischen Fotokünstlers, Theoretikers und
Kurators Jorge Ribalta.

ham, 29. März 2016

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