Mai 24

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 11.112012 – 17.02.l2013 in der Villa Kult Berlin mit
einem Text von Jaike R. Herrmann
Mara Wagenführ / Villa Kult, Berlin, 2012, 28 S., Broschur mit Rückstichheftung, Format 20,8 x 20,8
cm
Die 1976 in Mülheim/Ruhr geborene und heute in Berlin lebende Mara Wagenführ collagiert
ausgewählte Elemente aus volks- und popularkulturellen Zeichensystemen wie Tatoos, Totemtiere,
Wiedergänger, Engelwesen und Mariendarstellungen zu Szenen, in denen sie selber die Rolle der
Hauptdarstellerinnen übernimmt. Die Fledermaus, der Rabe und der Löwe werden in ihrer Totem-
Serie von 2012 zu Seelenführern der Malerin. In ihrem Tafelbild ‚Rising Angels‘ von 2007 fährt sie im
Traum auf einem roten Mond über einen winterkahlen Baum, der noch Samen und Schoten trägt.
Der Flug einer Fledermaus zeigt an, dass die Zeit vergeht. Im Triptychon ‚die Liebe hat gelogen / böse,
lieb / ohne Titel‘ von 2008 gewährt sie Einblicke in Seelenzustände, denen Partner in
Beziehungskrisen ausgesetzt sind: Wagenführ ist in großen Roben dargestellt, die einem
Röntgenschirm vergleichbar innerer Organe wie das Gehirn, das Herz und den Magen zeigen.
In ihren kleinformatigen Stickbildern bringt sie Formate westlicher Popkultur mit der Tradition
mexikanischer Popularkultur zusammen. In dieser Serie gelingen ihr eindringliche Formulierungen,
die kein Vergleich mit ihren Großformaten zu scheuen brauchen.
(ham)

Download: Mara Wagenführ – is your voodoo working?

 

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